Bücher als verderbliche Ware

Das Blumen/Gartencenter im März öffnen kann man nachvollziehen, auch, wenn diverse Einzelhändler das vermutlich nicht gelten lassen. Das Friseursalons öffnen dürfen, na ja, kann ich auch noch verstehen, auch wenn ich als Ex-Hippie mit Skinhead-Frisur ohne leben kann! Aber mir will kein überzeugendes Argument einfallen, warum Buchhandlungen vorzeitig öffnen dürfen! Als Einzelhändler von der Ware XY würde ich wirklich am "Rad" drehen. Es gilt wie immer:

Ausnahmen bestätigen die Regel

Man darf gespannt sein, was Amazon Aldi / Lidl und Co noch an Einzelhändlern übrig lassen. Bedarf wird ja auch im gewissen Sinne gesättigt oder verfällt! Ein Buchladen muss ja immerhin Aldi / Lidl nicht zu fürchten - Amazon natürlich schon länger! Es besteht wohl die Gefahr, dass Leser die Bequemlichkeit des Versandhandels entdecken oder das "Faxgerät" abschaffen und auf E-Books umsteigen.

Klar, die "Gefahr" ist deutlich gegeben. Will auch gar nicht Bücher mit Faxgeräten vergleichen, aber,

Bin beeindruckt von der guten Lobbyarbeit des Buchhandels!

Einer für alle, alle für einen!

Der Buchhandel wäre mir nicht unter den "Top Ten" der möglichen Ausnahmen im Sinn gekommen. (Schließlich bekommt man zumindest einen "Spiegel-Bestseller" bei Rossmann der Drogerie für den täglichen Bedarf!)

Wenn ich Schuhhändler wäre, würde ich Bücher verkaufen und passend zur intellektuellen Größe dem Leser anbieten ein Paar Schuhe beizupacken, falls der Kunde im Stehen lesen möchte! Kann ja nicht jeder Sitzenbleiben, und den Zeitpunkt der Ladenöffnung aussitzen!

Wir warten auf das Lobbyregister!

Bücher können Leben retten. (Natürlich nur in Verbindung mit einem Handtuch)