Wie wird Mann/Frau Minister?

Der Theodor der Theodor, ….

Es ist also jetzt eine Art der Qualifizierung als Verteidigungsminister, wenn ein Verwandter (Urgroßonkel), mal im Widerstand tätig war. Ok, besser als anders herum. Aber als gewünschter Außenminister, Ersatz-Wirtschaftsminister jetzt zum Verteidigungsminister, ist schon ein netter Sprung im Themenbereich. Aber man ist ja flexibel. Zur Not geht ja auch noch Familienminister, denn Familie hat der Karl Theodor zu Guttenberg ja auch. Als junger professioneller Berufspolitiker gibt es nur eine Profession, ein Amt. Oh man, da komme ich ja aus dem lästern nicht mehr raus. Aber, man darf sich nicht Beschweren, so haben wir, das Volk, gewählt. Wenn es jetzt nur noch junge „Weltgewandte wohlerzogene, ganze Sätze sprechende Politiker mit angenehmer Sprechstimme und gut sitzendem Anzug“ uns die vorgefertigten Gesetzte der Lobbyisten verkauft. Wie sollen wir uns gegen all die netten Mütter wehren, die Ihren adeligen Wunschschwiegersohn wählen. Der wird sogar Minister, wenn Deutschland eine Monarchie werden sollte.

Scheinbar war also der vorherige Verteidigungsminister nicht gut genug, deswegen darf der jetzt Arbeit und Soziales machen. Was ist hier eigentlich die nötige Qualifizierung? Mal gearbeitet zu haben, in einer Familie aufgewachsen zu sein, wo jemand mal gearbeitet hat. Es scheint wohl ziemlich naiv von mir zu sein, ein Ministeramt mit einer entsprechend Qualifizierung in Verbindung zu setzten. Es geht ja nur darum ein paar Analysen in Auftrag zu geben, und die Ergebnisse mit den Lobbyisten abzustimmen und dem Volk gut zu präsentieren.

Hätte das Volk eigentlich auch so gewählt, wenn die Vergabe der Ministerposten vorher angekündigt worden wäre. Nein ich meine nicht Horst Schlämmer. (War das eigentlich Satire oder Ablenkung?) Ich habe mich wirklich doppelt erschrocken, als Namen wie Koch aufgetaucht sind. Der Herr nimmt dann doch nur auf der Ersatzbank platz, Glück gehabt! Wobei der Wechsel von Rollator Schäuble und auch der Rest der Minister, na ja, wir haben gewählt und bekommen, was wir verdienen. Und zumindest die Ambitionen von Herrn Westerwelle waren ja wirklich bekannt, hier hat die FDP ja sozusagen ein Wahlversprechen gehalten. Gibt man dann eigentlich als Minister die Zusatzgehälter, die man von DVAG bzw. AWD erhält, zurück, und arbeitet erst einmal umsonst, damit das mit den Lobbyisten nicht so auffällt? War ja bestimmt bei der Stundenzahl eh nur ein 400,–Euro-Job. Wahrscheinlich nicht, und das Volk nimmt es ja nur, als kleinen Nebenerwerb war. Ist ja alles Normal! Firmen wie AWD wollen ja nur unser Bestes, genau, unser Geld. Ok, ich drifte ab, sorry. Wie immer spricht der Neid. Rollator ist mit Sicherheit diskriminierend und mit Koffern voller Geld hat der Kollege Schäuble ja nun tatsächlich schon Erfahrungen gesammelt.

Wie viele Jobs würden eigentlich entstehen, wenn alle Berufspolitiker Ihren Nebenjobs aufgeben würden, oder mit 65 in Rente gehen würden. Egal, immerhin sind ja jetzt ein paar jüngere Politiker dabei und sind von der Straße weg. Die werden wir dann wohl die nächsten 30 bis 40 Jahre nicht mehr los, aber wir haben ja die Wahl.

Viva Berlusconi, Viva Italia.

– Ok ist ein anderes Land, aber wir sind ja alle Europa!