Fazit (meine erste) Radreise Rhein 2007

Geschrieben: 2009-03-18

Das war sie also: Meine Erste Fahrradreise mit reichlich Gepäck. ... bestimmt nicht die Letzte!

  • Fröhliche 847 KM in 7,5 Tagen
  • Frankreich und de Schweiz mit dem Rad besucht
  • lustigerweise auch einen Schweden und eine Brasilianerin kennen gelernt

Ich habe auf dieser ersten Tour eigentlich nur in der Natur fahren wollen, hatte also ohne den Wunsch, Kultur in Form von Stadtbesichtigungen, Museen oder Burgbesichtigungen, zu verbringen. Einfach mal testen, was aus konditioneller Sicht möglich ist und abends erschöpft ins Zelt sinken. Deswegen bin ich alleine gefahren, schlicht um die eigene Geschwindigkeit auszuloten. Wollte keine Rennen fahren, es sollte aber auch keine Spazierfahrt werden. Ist mir auch ganz gut gelungen und bin zufrieden. Hatte vorher geschätzt, um die 120 km am Tag zu fahren. Schweres Gepäck, Gegenwind, Regen und körperliche Schwäche sind auf einer Radreise am „Stück“ anders als bei Tagestouren. Zu Hause oder im „normalen“ Urlaub würde ich wohl nicht auf die Idee kommen, 7 Stunden bei Regen und Gegenwind zu fahren. Folglich fehlte mir auch die Erfahrung wie das die Reisegeschwindigkeit beeinflusst. Zumal zu Hause bei Gegenwind auf der Rückfahrt auch Rückenwind folgt ;-)

Wenn ich an den 3ten Tag der Reise denke, ist es nicht selbstverständlich das der Körper immer so mitspielt, wie man das gerne möchte. Auf so einer kleinen Reise halt auch anders als in der Heimat, wo man dann einfach auf der Couch bleibt, wenn es zippt!

Brauchte eine gewisse Zeit, bis ich mich an den Ablauf gewöhnt hatte. Viel Zeit habe ich für das Packen benötigt, und erst gegen Ende das passende System entwickelt. Kann also beim nächsten Mal nur besser werden und vielleicht auch schlicht weniger mitnehmen.

Wenn man von so etwas wie Druck oder Stress reden kann, dann ist das eigentlich nur durch die Suche nach einem Campingplatz entstanden. Die sind halt nie da, wo man sie gerade gebrauchen kann. Deutlich lockerer wäre es wohl, wenn man ab und an einfach Wild zelten würde. Wobei das zumindest alleine nicht ganz mein Ding ist, aber vielleicht kommt das ja noch ;-)

Je länger die Tour dauerte, um so lockerer wurde ich! Da man sich das Wetter nicht aussuchen kann, und die Reise eh immer weiter geht, egal bei welchem Wetter, macht man sich auch keinen so großen Kopf. Vermute bei einer Radreise käme ich mit 2 Wochen Regen besser klar, als bei einem Urlaub an einem Ort.

Diesen Bericht schreibe ich „faul“ wie ich bin erst fast 2 Jahre später!! Dadurch ist die Rosa Brille bestimmt größer! Leider fehlt mir auch einiges an Erinnerung, um so schöner finde ich es für mich selbst, dass ich mich endlich zu diesem Reisebericht aufgerafft habe. Freue mich jetzt schon diesen in 10 Jahren amüsiert zu lesen.

Mal schauen, was die nächsten Radreisen bringen werden. Auf jeden Fall möchte ich einmal über die Alpen und einmal soll es ein echter Abenteuerurlaub Richtung Schweden/Norwegen werden, mit Selbstverpflegung und dank des „Jedermannsrecht“ nicht „wildem“ Zelten.

Vielleicht fahre ich auch einfach wieder den Rhein hoch und biege an der Mosel rechts oder am Main links ab.


Nachträgliches Kommentar 26.12.2019 : Herrlich! Habe den kleinen ersten Reisebericht für die neue Webseite anpassen müssen. Somit auch noch mal komplett gelesen, fröhliche 12 Jahre später. Genau dafür habe ich es mal geschrieben, alles richtig gemacht! Gebe zu, musste mich etwas zusammenreißen den Text unverändert zu lassen, schlicht um die Geschichte nicht nachtäglich zu verfälschen und nicht spätere Erfahrungen einfließen zu lassen. ...man sind die Fotos schlecht -- Was man heutzutage mit nem Handy machen kann...